Wegen einer historischen Windflaute ist der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich nur leicht auf knapp 56 Prozent gestiegen. Dies entspreche einem Zuwachs von 0,7 Prozentpunkten, teilten der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung am Mittwoch auf Grundlage vorläufiger Berechnungen mit.
Demnach werden in diesem Jahr voraussichtlich knapp 499 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Davon entfielen 289 Milliarden Kilowattstunden auf erneuerbare Energien. Den größten Anteil daran haben Windkraftanlagen an Land mit 107 Milliarden, gefolgt von Photovoltaikanlagen mit 91 Milliarden Kilowattstunden. Biomasse trug etwa 48 Milliarden Kilowattstunden bei, Windanlagen auf See 26 Milliarden und Wasserkraft gut 16 Milliarden Kilowattstunden.
Der März sei der windschwächste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen 1950 gewesen. Ein starker Zuwachs bei der Solarenergie habe die witterungsbedingten Rückgänge bei Wind- und Wasserkraft aber mehr als ausgeglichen. Den Daten zufolge stieg die Erzeugung von Solarstrom um fast ein Fünftel. Dagegen ging die Stromerzeugung aus Wind an Land trotz eines starken Zubaus neuer Anlagen um gut fünf Prozent zurück. Bei der Wasserkraft gab es wegen geringer Niederschläge einen Einbruch um fast ein Viertel. Die Stromerzeugung durch Wind auf See blieb auf dem Niveau des Vorjahres.
