bedeckt München 26°

OECD-Studie zur Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer:Was die OECD Deutschland empfiehlt

Gerade in den vergangenen Jahren hatte die Bundesrepublik die Zuwanderung von Fachkräften erleichtert: Die Mindesteinkommensschwellen für Hochqualifizierte wurden mit Einführung der "Blauen Karte" der EU gesenkt, und für bestimmte Mangelberufe fielen die Vorrangprüfungen weg. Zudem wurde die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse von Einwanderern erleichtert.

Das Lob der OECD für die deutschen Regeln gilt aber vor allem für die Anwerbung hochqualifizierter Arbeitskräfte. Bei Personen mit mittlerer Qualifikation stelle sich die Situation ganz anders dar. Hier gebe es Beschränkungen wie das generelle Anwerbeverbot, das eine internationale Personalbeschaffung verhindere.

Zusammenfassend stellt die OECD fest, "dass die bestehenden Rahmenbedingungen für die Arbeitsmigration in Deutschland kein Hindernis für die qualifizierte Zuwanderung darstellen, sie könnten jedoch verbessert und stärker an die sich wandelnden Erfordernisse des Arbeitsmarkts angepasst werden.

Dazu werden eine Reihe von Schritten empfohlen. Etwa:

  • In der Beschäftigungsverordnung solle von einem "Anwerbestopp mit Ausnahmen" abgerückt und stattdessen auf "grundsätzliche Zulässigkeit der Arbeitsmigration" gesetzt werden, sofern eine Reihe klar definierter Bedingungen erfüllt sei.
  • Eine internetbasierte Plattform sollte eingerichtet werden, auf der Interessenten Anträge einreichen und den Bearbeitungsstand abfragen können.
  • Die Arbeitsmigration in Mangelberufen des mittleren Qualifikationsniveaus sollte vereinfacht werden.
  • Arbeitgeber müssten besser über die Personalbeschaffung im Ausland informiert werden.
  • Das Sprachkursangebot sollte verbessert werden.
© Südddeutsche.de/hgn/jab/bavo

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite