Beim Chiphersteller Nvidia laufen die Geschäfte besser als gedacht. Der Spezialist für Halbleiter für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) rechnet für das laufende Quartal mit einem Umsatz von etwa 28 Milliarden US-Dollar. Das wären knapp 1,4 Milliarden mehr als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Bereits in den ersten drei Monaten des Jahres hatte der Konzern mit gut 26 Milliarden US-Dollar deutlich mehr eingenommen als erwartet. Das war ein Plus von 262 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg um rund 600 Prozent auf knapp 14,9 Milliarden Dollar.
"Die Nachfrage nach den GPU-Chips von Nvidia ist nach wie vor ungebrochen", sagte Logan Purk, Analyst bei Edward Jones. Die Aktien legten im nachbörslichen Handel in den USA deutlich zu und überschritten die marke von 1000 US-Dollar. In diesem Jahr sind sie damit bereits um mehr als 90 Prozent gestiegen. Inzwischen liegt der Börsenwert des Konzerns bei rund 2,2 Billionen Dollar. Der Konzern teilte mit, einen Aktiensplitt im Verhältnis 1:10 zu planen, das macht es Kleinanlegern leichter, in die Aktie zu investieren.
Nvidia kontrolliert Experten zufolge etwa 80 Prozent des Weltmarkts für hochgezüchtete KI-Spezialprozessoren. Das Topmodell ist der "Blackwell B200", deren Preis Schätzungen zufolge bei mehr als 20 000 US-Dollar pro Stück liegt. Andere Chip-Hersteller wie Intel oder AMD kämpfen ebenfalls um Marktanteile, reichen bislang aber nicht an Nvidia heran.
