Essay zum Thema Spenden Spur der Scheine

(Foto: Hannah Reding/Unsplash; Illustration Jessy Asmus)

Für den Wiederaufbau von Notre-Dame fließen plötzlich millionenschwere Spenden von extrem reichen Familien. Die Dankbarkeit sollte sich in Grenzen halten. Es geht hier nicht so sehr ums Gemeinwohl.

Von Stephan Radomsky

Vorübergehend geschlossen" sei sie, die Kathedrale Notre-Dame de Paris. So steht es bei Google. Das klingt profan: Nach den Verheerungen des Feuers wird es Jahre dauern, bis der gotische Dom wieder hergestellt ist, vielleicht Jahrzehnte. Und doch: Dass Notre-Dame geschlossen ist, wird am Ende nur ein vorübergehender Zustand gewesen sein.

Französische Großindustriellenfamilien wie die Pinaults, die Arnaults und die L'Oréal-Erben Bettencourt werden großen Anteil daran beanspruchen. Schließlich wollen sie viel Geld geben für den Wiederaufbau der Kirche: erstere 100 Millionen ...

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