Die riesigen Bagger fressen sich seit Jahrzehnten durchs Rheinische Revier, Europas größte Braunkohleregion westlich von Köln. Mehr als 50 Siedlungen fielen den Tagebauen zum Opfer, darunter das einst von Klimaschützern besetzte Lützerath. Die Kohle wird in nahe gelegenen Kraftwerken verbrannt. Doch die schwarz-grüne Landesregierung in Düsseldorf, die damalige Bundesregierung und der Betreiber RWE einigten sich vor vier Jahren darauf, dass schon 2030 Schluss sein soll mit dieser besonders klimaschädlichen Art der Stromerzeugung – also acht Jahre vor dem geplanten Kohle-Aus in ganz Deutschland. Aber die Zweifel wachsen, dass dieser ehrgeizige Termin zu halten ist.
KlimaschutzWird der Kohle-Ausstieg verschoben?
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Braunkohlebagger im Tagebau Garzweiler westlich von Köln.
Federico GambariniEigentlich soll 2030 Schluss sein mit Tagebauen und klimaschädlichen Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen. Doch Berlin verzögert nun eine wichtige Entscheidung – und die Zweifel an dem Plan wachsen.
Von Björn Finke, Düsseldorf
