Im Profifußball gibt es ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Tage eines Trainers gezählt sind. Sobald sein Vorgesetzter ihn öffentlich seiner „rückhaltlosen Unterstützung“ versichert, heißt das übersetzt: Entweder gewinnst du die nächsten Spiele, oder du fliegst raus. In der naturgemäß eng mit dem Profisport verbundenen Sportartikelindustrie läuft das nicht anders. Begleitet von viel Lobgesäusel verlängerte der Adidas-Aufsichtsrat den Vertrag mit dem bereits angezählten Vorstandschef Kasper Rorsted; kurz darauf war er weg. Ähnlich geht es jetzt John Donahoe, 64, Chef des amerikanischen Marktführers Nike. Im Juli noch vom Firmenheiligen und -gründer Phil Knight, 86, für quasi unantastbar erklärt, muss Donahoe Mitte Oktober gehen.
SportartikelherstellerWarum Nike den Chef austauscht
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Der größte Sportartikelhersteller steckt in der Krise. Nun soll es ein Frührentner richten: Elliott Hill. Die Parallelen zu Adidas sind verblüffend.
Von Uwe Ritzer
