HitzesommerGestrandet in Duisburg

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Der Rhein bei Duisburg. Oder das, was von ihm übrig ist.
Der Rhein bei Duisburg. Oder das, was von ihm übrig ist.
Hesham Elsherif/Getty Images

Trotz des Regens bleiben die Pegel niedrig. Binnenschiffe können kaum Fracht transportieren – oder gar nicht erst den Hafen verlassen. Zu Besuch bei einem Kapitän, der nicht fährt. Und einem Spediteur, der Kunden enttäuscht.

Von Björn Finke, Duisburg

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Der Himmel ist grau an diesem Nachmittag, so grau wie die gemauerte Ufermauer des Kanals, so grau wie das Gewirr an Rohren auf dem Deck der Eiltank 70. Das 110 Meter lange Tankschiff liegt schon den kompletten August im Duisburger Hafen, dem größten Binnenhafen der Welt. Kapitän Kevin Tausche hat das Schiff am Hafenkanal vertäut, der Verbindung zwischen Becken und Rhein. Normalerweise tuckern Tausche und seine vier Besatzungsmitglieder Europas wichtigste Wasserstraße rauf und runter. Sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, in drei Schichten. Die Crew bringt dann zum Beispiel Naphta, also Rohbenzin, von Rotterdam zu deutschen Chemiewerken am Rhein. Zuletzt hat die Eiltank 70 in ihren zehn Edelstahltanks regelmäßig Natronlauge für einen Chemiekonzern aus Nordrhein-Westfalen transportiert.

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