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Niedriglohn gegen Mindestlohn:Es geht noch billiger

9,80 Euro die Stunde erhalten Briefträger künftig. Das ist nicht viel? Stimmt. Aber: Anderswo wird noch weniger bezahlt. Ein Streifzug in Bildern durch das Niedriglohnland Deutschland. von Wolfgang Jaschensky.

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9,80 Euro die Stunde erhalten Briefträger künftig. Das ist nicht viel? Stimmt. Aber: Anderswo wird noch weniger bezahlt. Ein Streifzug in Bildern durch das Niedriglohnland Deutschland.

Textilgewerbe 8,77 Euro Stundenlohn erhalten angestellte Näherinnen in Baden-Württemberg. Das Bild zeigt Trigema-Mitarbeiter in einem Werk im schwäbischen Burladingen. Im Osten der Republik müssen die Arbeiter im Textilgewerbe mit 7,75 Euro leben.

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Einzelhandel Um im Alsterhaus in Hamburg selbst mal richtig einkaufen zu können, müssen Einzelhandels-Mitarbeiter wohl eine Weile sparen: Laut Tarifvertrag beträgt der niedrigste Stundenlohn 7,35 Euro die Stunde - monatlich also nur 1198 Euro. Nicht viel, wenn man davon auch noch im teuren Hamburg leben muss.

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Landwirtschaft In der Landwirtschaft haben nicht nur Landwirte Grund zur Klage: Auch die Arbeiter verdienen wenig - in Hessen zum Beispiel nur 5,68 Euro in der Stunde.

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Fleischerhandwerk Thüringer Rostbratwürste sind ein Ost-Exportschlager. Die Arbeiternehmer in den Metzgereien und Schlachthöfen profitieren allerdings kaum davon: Ihre Arbeit wird mit 5,49 Euro in der Stunde entlohnt.

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Wach- und Sicherheitsdienste Zwei Wachmänner eines privaten Wachdienstes sichern den Eingang einer Grund- und Oberschule in Berlin-Neukölln. Laut Tarifvertrag erhalten sie für diese Arbeit 5,25 Euro in der Stunde. In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wären es sogar rund ein Euro weniger.

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Floristik Weihnachtssterne in einem Gewächshaus im brandenburgischen Schöneiche: Laut Tarifvertrag verdienen Arbeitnehmer hier 4,58 Euro die Stunde. Die Kollegen in den meisten Bundesländern im Westen verdienen ebenfalls magere 5,94 Euro.

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Gebäudereinigerhandwerk Diese Frau hat mit der Semperoper einen sehr schönen Arbeitsplatz - bekommt aber auch sehr wenig Geld: Reinigungsfachkräfte im Osten erhalten einen Mindestlohn von 6,36 Euro, die Kollegen im Westen 7,87 Euro. Foto: dpa

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Friseurhandwerk Waschen, schneiden, färben: Bei diesem Friseur im ostthüringischen Lobenstein herrscht Hochbetrieb - sicher auch wegen der günstigen Preise. Dafür verdienen die Friseurinnen hier auch sehr wenig. Laut Tarifvertrag verdient ein Angestellter im Frieseurhandwerk 3,18 Euro die Stunde, das ergibt bei einer 37-Stunden-Woche monatlich 511 Euro. Baden-Württemberg ist mit 6,36 Euro für Friseure das Hochlohnland. Doch auch im Westen - zum Beispiel im Innungsgebiet Lübeck - erhalten Friseure nur 3,50 Euro.

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Quelle für die Tariflöhne: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung

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