Am Anfang steht ein Elefant. Ein riesiges, graues Tier, sechs Tonnen schwer. Es strotzt vor Kraft und Trägheit zugleich. Auf seinem Rücken sitzt ein Reiter. Er hält die Zügel in der Hand, hat einen Plan, kennt die Richtung. Und doch entscheidet am Ende nicht er, sondern das Tier, wohin die Reise geht. Will der Elefant nicht, geht es keinen Meter voran. Zerrt der Reiter zu lange an den Zügeln, wird er müde und gibt irgendwann auf.
MeinungWirtschaft und PsychologieWarum Neuanfänge so schwer sind – und wie sie dennoch gelingen

Essay von Kerstin Bund
Lesezeit: 7 Min.

Veränderung braucht Mut. Und zuallererst ein anderes Image.
Klaus Vedfelt/Getty ImagesAlle wissen, dass sich etwas ändern muss: bei der Rente, der Pflege, beim Klima. Und doch klammern wir uns an das Vertraute. Warum uns Veränderung so schwerfällt – und wie man sie am Ende meistern kann.