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Neuer Sponsor beim FC Bayern:Gut investiert

Vor allem in Deutschland wollen die Chinesen in den nächsten Jahren an Einfluss gewinnen. "Deutschland ist noch immer der größte Solarmarkt weltweit. Wir sehen hier große Chancen", sagt Yingli-Vizepräsident Yaocheng Liu. Die am Donnerstag beschlossene Kürzung der Solarförderung werde den Konkurrenzkampf mit deutschen Herstellern verschärfen, so Liu. "In jeder Industrie gewinnen die Starken."

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Dass das Unternehmen sich für ein Sponsoring des FC Bayern entschieden hat, um seinen Bekanntheitsgrad in der Bundesrepublik zu erhöhen, ist aus Sicht von Marketingexperten ein durchaus logischer Schritt: "Fußball ist in Deutschland sehr populär, die Reichweite einer solchen Kommunikationsmaßnahme ist enorm", sagt Steffen Schöler, Projektmanager bei der Sponsoringagentur BBDO Live.

Die Millionen, die der neue Bayern-Sponsor in den Fußball-Klub steckt, wären gut investiert: Denn durch die Präsenz im Umfeld der Bayern würden viel mehr Menschen auf die Marke Yingli aufmerksam, als das bei vergleichbarem wirtschaftlichem Aufwand mit Fernsehwerbung oder Radiospots der Fall wäre. "Gemessen an der Werbewirkung ist ein Sponsorenvertrag mit Bayern München auch ökonomisch sinnvoll", sagt Schöler.

Dennoch wirken die Chinesen in der Riege der Bayern-Sponsoren ein wenig exotisch: Sie reihen sich ein neben der Deutschen Telekom, Audi oder Lufthansa. Dennoch sei Sport-Sponsoring gerade für Unternehmen wie Yingli sinnvoll, die ihre Marke überhaupt erst bekannt machen müssten, meint Experte Schöler: "Die Menschen nehmen dann nicht nur die Existenz der Marke wahr, sie assoziieren auch gleich viele positive Eigenschaften damit."

Im Fall der Bayern wäre es der Glanz von Professionalität, Erfolgshunger und Siegermentalität, der vom Rekordmeister auf den kleinen Angreifer aus China abfärben könnte. Beim Blick auf die Tabelle könnten freilich Zweifel entstehen, wie viel vom Gewinner-Image des Klubs am Ende der Saison noch übrig sein wird: Aktuell liegen die Bayern auf Platz fünf.