Neuer Großkonzern Chiquita und Fyffes fusionieren zum größten Bananenhändler

Chiquita will mit Fyffes fusionieren - und zum weltgrößten Bananenhändler werden.

Superlativ auf dem Bananenmarkt: Chiquita und Fyffes wollen sich zu einem globalen Großkonzern mit Sitz in Irland zusammenschließen. Das Kartellamt muss dieser Fusion aber erst noch zustimmen.

Chiquita steigt zum weltweit größten Bananenhändler auf. Dazu kauft der US-Konzern für 526 Millionen Dollar den irischen Obsthändler Fyffes, wie beide Unternehmen am Montag bekanntgaben. Der neue Konzern ChiquitaFyffes werde bei einem Jahresumsatz von 4,6 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) künftig in 70 Ländern insgesamt etwa 32 000 Menschen beschäftigen.

Den Vereinten Nationen zufolge teilen die vier internationalen Unternehmen Chiquita, Fyffes, Fresh Del Monte und Dole 80 Prozent des weltweiten Bananenhandels unter sich auf. Chiquita ist vor allem für Bananen bekannt, hat aber auch anderes Obst, fertig zubereitete Salate und Snacks im Angebot. Zu Fyffes gehört unter anderem die Obstkonserven-Marke Sol.

An der irischen Börse kamen die Pläne gut an. Die Fyffes-Aktie stieg um 30 Prozent auf 1,15 Euro. Durch den Zusammenschluss will der neue Konzern ChiquitaFyffes von 2016 an mindestens 40 Millionen Dollar (etwa 28,8 Millionen Euro) pro Jahr an laufenden Kosten sparen. Da das neue Unternehmen seinen Sitz in Irland haben soll, kommen Steuervorteile hinzu. Chiquita hat seinen Firmensitz bislang in den USA.

An ChiquitaFyffes sollen die Chiquita-Aktionäre 50,7 Prozent halten und die Fyffes-Anteilseigner 49,3 Prozent. Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die Aktionäre müssen der Fusion noch zustimmen, außerdem das Oberste Gericht Irlands. Angesichts seiner Größe könnte der Zusammenschluss aber noch Einwände des Kartellamtes provozieren.