Nestlé:Echt jetzt?

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Vittel

Kritiker bringen den Nestlé-Konzern nicht nur mit ungesunden Lebensmitteln in Verbindung, sondern auch mit Müllbergen. Das Unternehmen füllt sein Mineralwasser in Milliarden Einweg-Kunststoffflaschen ab.

(Foto: imago)

Für viele Kritiker ist der Konzern der Inbegriff einer profitgierigen Lebensmittelindustrie, die keine Rücksicht nimmt auf Mensch, Planet und Klima. Ein Deutscher an der Konzernspitze will das ändern.

Von Uwe Ritzer

Der 3. Juni 2019 hat gute Chancen, in den Rückblicken auf die Amtszeit der scheidenden Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft vorzukommen. Allerdings nicht als Glückstag von Julia Klöckner, sondern wegen einer schlimmen PR-Panne. An diesem Tag veröffentlichte das Ministerium einen Videoclip, in dem die CDU-Politikerin Seit' an Seit' mit Marc-Aurel Boersch auftrat, dem Deutschlandchef von Nestlé. Während Lobbyisten des weltweit größten Nahrungsmittelkonzerns hinter politischen Kulissen mit enormem Aufwand eine Zuckersteuer, verbindliche Reduktionsziele für Dickmacher oder eine Kennzeichnungspflicht für ungesunde Lebensmittel verhindern, feierte die Ministerin in dem Clip Nestlé für die Unterstützung "unserer Innovations- und Reduktionsstrategie, weniger Zucker, weniger Salz, weniger Fett". Ein Sturm aus Spott und Häme fegte daraufhin über Klöckner hinweg. Bis heute sehen Kritiker in dem Video die unterwürfige Kapitulation deutscher Ernährungspolitik vor der Lebensmittelindustrie.

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