bedeckt München

Greenwashing:Das Geschäft mit der Hoffnung

Plastic waste is pictured at the bottom of the sea, off the island of Andros

Plastikmüll am Meeresgrund einer griechischen Insel: Immer mehr Menschen achten darauf, weniger Plastik und dafür mehr Nachhaltigkeit zu kaufen.

(Foto: Stelios Misinas/Reuters)

Grün zu sein ist im Trend. Das nutzen manche Unternehmen aus: In Werbekampagnen lügen sie die Menschen an und präsentieren sich als nachhaltig. Die Politik schaut dabei hilflos zu.

Essay von Paulina Würminghausen

Eine Kamera fliegt über grüne, nebelverhangene Wälder. Menschen pflücken Früchte auf den Feldern, alles ist in warmes Licht getaucht. Wörter werden eingeblendet: "nachhaltig", "Wertschöpfungskette", "wertvolle Ressourcen". Hinter dieser Werbung steckt Nespresso, der Kaffeehersteller mit den kleinen bunten Aluminiumkapseln, ein Tochterunternehmen von Nestlé, dem größten Lebensmittelproduzenten der Welt. Die Botschaft: Jeder Kaffeekapsel werde "ein zweites Leben geschenkt", die poetische Version von: Der Verpackungsmüll wird schon recycelt.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
ZDF-Talkshow 'Markus Lanz'
Markus Lanz
Deutschlands schönste Grillzange
Laura Malina Seiler
Alles so wundervoll
U.S. President Trump campaigns in Jacksonville, Florida
USA
Trumps verheerende Bilanz
Ebersberg
Der Erfinder der Freundlichkeit
eddie jaku
SZ-Magazin
»Erinnern reicht nicht, wir müssen alles gegen die neuen Nazis tun«
Zur SZ-Startseite