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Nachhaltigkeit:"Wo bleiben die Veränderungen?"

Nanda Bergstein

2005 kamen Menschenrechtsverletzungen bei einem Zulieferer von Tchibo in Bangladesch heraus. Bergstein half damals noch als Beraterin mit, die Krise zu bewältigen.

(Foto: M. Kuhn/oh)

Nanda Bergstein arbeitete bei einer NGO in Indien und bei der Beratungsfirma Sustain. Dann ging sie als Direktorin für Unternehmensverantwortung zu Tchibo, um dort das Thema Nachhaltigkeit voranzubringen.

Von Caspar Dohmen

Als Kind bewunderte Nanda Bergstein bei den Urlaubsreisen in die indische Heimat der Mutter die modischen Kostüme, die ihre Großmutter und Tante als Modedesignerinnen entwarfen und für ihre Boutique in Mumbai nähen ließen. Etwa das rosa Haute Couture Kleid, das mit goldenen Fäden durchzogen war und das Bergstein damals wie ein "Bonbon" vorkam. In Bayern, in Schrobenhausen, wo sie als Tochter einer Lehrerin und eines Ingenieurs aufwuchs, ging es nicht so elegant zu, da trug sie stolz ihre "Lieblingsjeans". Dass auch die vermutlich in Asien genäht worden waren, das entdeckte sie erst viel später. Beim Studium erfuhr sie von den prekären Arbeitsverhältnisse in der asiatischen Textilindustrie und den mangelnden Rechten von Frauen in vielen Ländern der Welt. Themen, die sie seither nicht mehr losgelassen haben.

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