bedeckt München 18°

BIP:Wer misst hier eigentlich was?

Das Kraftwerk Niederaußem von RWE. Niederaußem, 19.07.2020 *** The Niederaussem power plant of RWE Niederaussem, 19 07 2

RWE-Kraftwerk in Niederaußem: Wo Wachstum ist, entsteht oft auch eine Belastung für die Umwelt. Alternative Wohlfahrtsindizes wollen auch nachhaltige oder soziale Faktoren berücksichtigen.

(Foto: Christoph Hardt/imago images)

Das Bruttoinlandsprodukt steht in der Kritik, das Wohlergehen von Mensch und Umwelt zu vernachlässigen. Alternative Berechnungen wollen es besser machen - schaffen aber ein neues Problem.

Von Clara Thier

Manche Managementexperten haben eine Vorliebe für goldene Regeln mit einfacher Logik. "What get's measured, get's done", das ist zum Beispiel eine solche Weisheit: Nur was man messen kann, kann man auch erreichen. Um die Entwicklung einer gesamten Volkswirtschaft zu messen, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verwendet. Um 4,9 Prozent brach das BIP 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ein. Minus fünf Prozent - das ist griffig, das versteht jeder. Minus ist schlecht, plus ist gut, und mehr Wirtschaftswachstum ist immer besser als weniger. Doch diese Rechnung ist vielen zu eindimensional geworden: Ungleichheit, Kosten durch den Klimawandel, Ressourcenverschwendung, gesellschaftliche Solidarität - alles nur Beispiele für Faktoren, die unsichtbar bleiben hinter dem BIP.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
E-Bike
Das Wunderrad
Aktien Börsen Anlage
MSCI World
Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen
He doesn't even care; fremdgehen
Fremdgehen
"Was kommt zuerst: die Unzufriedenheit oder die Untreue?"
Studium: Studenten in einem Hörsaal der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz
Jurastudium
Am Examen gescheitert
Freundinnen
Corona und Freundschaft
Es waren einmal zwei Freundinnen
Zur SZ-Startseite