Raumfahrt Nasa überprüft SpaceX wegen Cannabis-Konsum

Elon Musk rauchte öffentlich einen Joint. Nun überprüft die Nasa sein Raumfahrtunternehmen SpaceX.

(Foto: youtube)
  • Die Nasa überprüft die Sicherheit ihrer Vertragspartner, darunter auch Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX.
  • Die Überprüfung soll unter anderem ein "drogenfreies Umfeld" garantieren. Elon Musk hatte im September vor laufender Kamera einen Joint geraucht.

Bei Tesla-Gründer Elon Musk schien nach monatelangen Eskapaden endlich Ruhe eingekehrt zu sein. Doch jetzt holt ihn sein Cannabis-Konsum wieder ein: Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX könnte durch das Verhalten des Chefs jetzt Probleme bekommen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat gegenüber der Washington Post eine Sicherheitsüberprüfung angekündigt. Es geht dabei um die Raumfahrtunternehmen, die Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS transportieren sollen. SpaceX will im kommenden Jahr zur ISS fliegen. Ebenfalls überprüft wird das Luft- und Raumfahrtunternehmen Boeing.

Mitte September dieses Jahres hatte Musk bei einer Podcast-Aufzeichnung vor laufender Kamera einen Joint geraucht. Das war im US-Bundesstaat Kalifornien, dort ist Cannabis-Konsum legal. Dennoch stürzte die Tesla-Aktie damals ab, viele kritisierten den Manager für sein Verhalten. Außerdem sprach Musk in einem Interview über seinen Schlafmittelkonsum.

Nasa will "drogenfreies Umfeld" garantieren

Dieses Verhalten könnte nun weitere Probleme bringen: Das Nasa-Verfahren soll in der US-amerikanischen Raumfahrtbranche unter anderem ein "drogenfreies Umfeld" garantieren. "Wir müssen der US-amerikanischen Öffentlichkeit zeigen, dass ein Astronat, den wir in eine Rakete setzen, sicher sein wird", sagte Nasa-Direktor Jim Bridenstine der Washington Post. Die Überprüfung werde mehrere Monate dauern, die Nasa müsse Hunderte Gespräche führen, um die Kultur der Unternehmen bewerten zu können.

Zuletzt hatte es eigentlich eher gute Nachrichten für Musk gegeben: Tesla machte im dritten Quartal dieses Jahres wieder Gewinn, nachdem das Unternehmen zuvor zwei Jahre lang rote Zahlen geschrieben hatte.

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