InsolvenzverfahrenSport-Scheck-Gläubiger erhalten deutlich mehr Geld als erwartet

Die Sport-Scheck-Filiale in der Münchner Fußgängerzone wurde im Juni vergangenen Jahres geschlossen. In dem Haus gibt es nun ein Geschäft von C&A.
Die Sport-Scheck-Filiale in der Münchner Fußgängerzone wurde im Juni vergangenen Jahres geschlossen. In dem Haus gibt es nun ein Geschäft von C&A. Florian Peljak
  • Die Gläubiger des insolventen Sportfachhändlers Sport Scheck erhalten 65 Prozent ihrer Forderungen statt der ursprünglich prognostizierten 40 Prozent.
  • Die hohen Auszahlungsquoten ergeben sich aus dem reibungslosen Verkauf an die italienische Cisalfa Group und niedrigeren Gläubigerforderungen als angenommen.
  • Auch rund 1050 Mitarbeiter mit Forderungen gegen das Unternehmen profitieren von den höheren Auszahlungen, eine letzte Zahlung folgt 2026.
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Das liegt laut Insolvenzverwalter daran, dass der Sportfachhändler schnell verkauft werden konnte und die Gläubiger weniger fordern als ursprünglich angenommen. Auch die schnelle Neuvermietung der Münchner Zentrale habe geholfen.

Die Gläubiger des insolventen Sportfachhändlers Sport-Scheck erhalten deutlich mehr Geld zurück als ursprünglich angenommen. Statt der in den Insolvenzplänen prognostizierten 40 Prozent bekommen sie 65 Prozent ihrer Forderungen ausgezahlt, teilte Insolvenzverwalter Axel Bierbach mit. Bei der Tochtergesellschaft Sport-Scheck Stationär (vormals Karstadt Sport) liegt die Quote bei 62 statt 54 Prozent.

Die Auszahlungen sind überdurchschnittlich: Laut der jüngsten verfügbaren Zahlen des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2020 erhielten Gläubiger bei Insolvenzverfahren von Unternehmen in Deutschland, die im Jahr 2011 eröffnet und bis Ende 2018 beendet wurden, im Schnitt nur 6,1 Prozent ihrer Forderungen zurück.

Das Münchner Traditionsunternehmen Sport-Scheck war Ende November 2023 in die Insolvenz gerutscht und wurde im September 2024 von der italienischen Cisalfa Group übernommen. Die höheren Auszahlungen ergeben sich laut Insolvenzverwalter Bierbach aus dem reibungslosen Verkauf und niedrigeren Gläubigerforderungen als ursprünglich angenommen. Auch die schnelle Neuvermietung der aufgegebenen Münchner Zentrale habe geholfen.

Von den Zahlungen profitieren auch rund 1050 Mitarbeiter, die noch Forderungen gegen das Unternehmen haben. Eine letzte Auszahlung soll 2026 folgen.

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