GeldanlageSo funktioniert der MSCI World

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Für Anleger gilt der Index oft als "Rundum-sorglos-Paket". Doch stimmt das? Und warum sollten umweltbewusste Menschen beim MSCI World aufpassen? Alles Wichtige zusammengefasst.

Von Paulina Würminghausen

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Wie er den MSCI World in einfachen Worten erklären würde? Werner Hedrich muss nicht lange überlegen: "Ganz einfach: Man nimmt die erfolgreichsten Unternehmen und reiht sie an einem Faden auf", sagt der Geschäftsführer des Vermögensverwalters Globalance Invest. Im Falle des MSCI World wäre das ein ziemlich langer Faden: Dieser globale Börsenindex umfasst rund 1600 Unternehmen aus 23 Ländern.

Besonders in den vergangenen Jahren hat sich der MSCI World als Anlegerliebling durchgesetzt. Warum? Einerseits vereint der MSCI World als Aktienindex viele Unternehmen und zeigt, ob sie sich zusammengenommen nach oben oder unten bewegen. Andererseits gilt er als "Rundum-sorglos-Paket" für Anleger, die nicht stundenlang nach den vermeintlich besten Aktien suchen wollen, sondern lieber ein Paket kaufen. Denn seit einigen Jahren folgen immer mehr Privatanleger mit sogenannten börsengehandelten Indexfonds (ETFs) eins zu eins großen Aktienindizes wie dem MSCI World. Weil das einfach und günstig ist, stellt die SZ in den kommenden zwei Wochen die wichtigsten Börsenbarometer in einer Serie vor.

Der große Vorteil des MSCI World: Ob es einer Branche oder einem einzelnen Unternehmen schlecht geht, ist für den gesamten Index nicht entscheidend. Wer auf den MSCI World setzt, kauft schließlich den Schnitt der großen Weltbörsen. Mit ETF-Indexfolgern zum Beispiel vom Anbieter Invesco (ISIN: IE00B60SX394) oder von Xtrackers (IE00BJ0KDQ92) können Anleger dem globalen Index folgen.

Dabei ist der Name MSCI World ein wenig irreführend: Der Index enthält nämlich vor allem große und mittelgroße Unternehmen aus Industrieländern, Schwellenländer wie China oder Brasilien sind nicht vertreten. Außerdem hat der MSCI World, der trotzdem manchmal "Weltindex" genannt wird, einen starken Fokus auf den USA. Wenn Anleger zum Beispiel hundert Euro in den Index packen, landen davon knapp 70 Prozent an der New Yorker Börse. Weil viele global erfolgreiche Unternehmen wie Apple, Microsoft und Amazon dort börsennotiert sind, ist der Anteil von US-Firmen im MSCI World entsprechend groß. Für Anleger hat sich das bislang jedoch ausgezahlt: Sie konnten sich mit dem Index ordentlich Rendite einstecken, im langfristigen Schnitt etwas mehr als acht Prozent pro Jahr.

Gerade für den Einstieg an der Börse kann der MSCI World gut geeignet sein. "Er ist für alle sinnvoll, die auf eine günstige Art und Weise in die Aktienmärkte investieren wollen", sagt Vermögensverwalter Hedrich. Das Problem: Es sind viele Unternehmen drin, die wie der Ölkonzern Exxon oder das Bergbauunternehmen BHP dem Klima schaden. Wer auch auf diese Aspekte achten will, muss sich weiter umschauen.

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