Montagsinterview "Fahrschein-Kontrolle ist etwas, das sich überleben wird"

Ulrich Weber hat den Wert der Unabhängigkeit früh schätzen gelernt. "Für den Job heißt das: Sie müssen den aufgeben können, dann haben Sie die innere Freiheit, den Job gut zu machen."

(Foto: Lukas Schulze/dpa)

Ulrich Weber über autoritäre Kontrolleure und Züge, in denen man elektronisch einchecken kann.

Interview von Detlef Esslinger und Alexander Hagelüken

Personalvorstand bei der Bahn, das ist ein eigenartiger Job. Die meiste Zeit des Jahres kann Ulrich Weber jenseits der Öffentlichkeit seinen Job machen - wenn dann aber Tarifverhandlungen mit den Lokführern anstehen, besteht immer die Gefahr, vorübergehend zu einer der bekanntesten Personen des Landes zu werden. Oder es passieren Katastrophen wie in Bad Aibling oder Peinlichkeiten wie vergangene Woche in München. Auch dann muss der Personalvorstand in die Öffentlichkeit.

SZ: Herr Weber, in München nahm vergangene Woche ein Kontrolleur ...