Es war die sozialliberale Regierung unter Bundeskanzler Willy Brandt, die 1973 ein neues Gremium ins Leben gerufen hat: Die Monopolkommission hat nun seit bald 50 Jahren die Aufgabe, die Bundesregierung in Wettbewerbs- und Regulierungsfragen zu beraten. Das Gremium mit dem etwas sperrigen Namen ist also so etwas wie das Wettbewerbsgewissen - und in diesem Sinne formuliert auch Jürgen Kühling seine Wünsche an eine neue mögliche Bundesregierung aus SPD, FDP und Grünen. Sie solle "mehr Wettbewerb wagen", sagt der Jura-Professor aus Regensburg der Süddeutsche Zeitung. Kühling ist seit September 2020 Vorsitzender der Monopolkommission. Konkret schlägt er einer Ampel-Koalition vor, die Deutsche Bahn zu zerschlagen sowie die Aktienpakete an Post und Telekom zu verkaufen.
KoalitionsgesprächeExperten schlagen Aufspaltung der Bahn vor
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Die Monopolkommission fordert die neue Bundesregierung nachdrücklich zu mehr Wettbewerb auf. Die Deutsche Bahn soll aufgeteilt, die Staatsbeteiligungen an Post und Telekom sollen verkauft werden.
Von Caspar Busse