Süddeutsche Zeitung

Mobile World Congress:Samsung zeigt Galaxy S7 mit Virtual Reality: "Es ist, als wäre man da"

Lesezeit: 1 Min.

Von Helmut Martin-Jung, Barcelona

Der Überraschungscoup kam zum Schluss. Und es war nicht ein spektakuläres neues Gerät, das die Fotografen und Kameraleute wie besessen nach vorne zur Bühne eilen ließ bei Samsungs Präsentation auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Sondern in seinem üblichen grauen T-Shirt stand dort Mark Zuckerberg, der Gründer und Chef von Facebook. Die Überraschung ist ein Coup, weil Zuckerberg nicht nur einfach auftrat und ein paar nette Worte sagte. Er kündigte eine enge Partnerschaft mit Samsung an beim neuen Hype-Thema Virtual Reality (VR).

Samsung sei die einzige Firma, die erschwingliche Geräte für diese Technologie in großen Stückzahlen anbieten könne. Und genau das will Zuckerberg haben, denn: "VR ist die nächste Plattform", ist er sich sicher. "Es ist, als wäre man da". In Kooperation mit Samsung will Zuckerberg auf Facebook 360-Grad-Videos zeigen, "eine ganz neues soziales Erlebnis", wie er findet. Facebook will dafür auch neue Apps zur Verfügung stellen, darunter auch eine VR-Version des Klötzchen-Spiels Minecraft.

Das können die neuen Galaxy-Modelle

Samsung ist damit ein echter Coup gegen die Konkurrenz gelungen. Vor allem gegen Apple, das in dieser Hinsicht noch nichts anzubieten hat. Zuvor hatte das Unternehmen wie erwartet Nachfolger für die Flaggschiff-Reihe Galaxy S vorgestellt. Mit den beiden neuen Smartphones, dem Galaxy S7 und dem Galaxy S7 Edge, hat der südkoreanische Konzern vor allem versucht, Wünsche der Kunden aufzunehmen. So wurden nach viel Kritik nun doch wieder Slots für Speicherkarten eingebaut. Außerdem sind die neuen Geräte wasserdicht - eine halbe Stunde in bis zu 1,5 Meter Wassertiefe sollen sie überstehen.

Samsung hob außerdem die hohe Akkuleistung und die weiter verbesserte Kamera hervor, die eine maximale Blendenöffnung von 1:1,7 mitbringt und besonders schnell fokussieren soll. Auch eine Kamera präsentierte der Konzern: Die Gear 360 ist gedacht als Begleiter zu Samsungs VR-Brille Gear VR. Mit zwei 180-Grad-Kameras nimmt sie ein 360-Grad-Bild der Umgebung auf. Sie wird per Funk mit dem S7 verbunden. Auf dem potenten Smartphone können Videos dann bearbeitet werden.

Samsung hat - vor allem durch den Überraschungsgast Zuckerberg - gut vorgelegt. Für die Konkurrenz wird es wieder mal ein bisschen härter, gegen die Macht der Südkoreaner anzukommen.

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