Therapie:"Psychische Gesundheit sollte nicht vom Geldbeutel abhängig sein"

Nora Blum

Für Nora Blum war therapeutische Hilfe nie weit weg, sondern in der Familie. Heute hilft sie selbst anderen Menschen aus der Krise.

(Foto: Selfapy/oh)

Angststörung, Burn-out, Depression: Nur wenige psychisch Erkrankte bekommen die Hilfe, die sie brauchen. Nora Blum hat den Missstand erkannt und einen Lösungsansatz entwickelt, der schnell und kostenfrei unterstützen kann.

Von Kathrin Werner

Es kann ein Vorteil sein, wenn die eigene Mutter Psychotherapeutin ist. Da ist zum Beispiel die Kaffeebohnen-Übung, die Nora Blum als Kind von ihrer Mutter gelernt hat. Jedes Mal, wenn am Tag etwas Schönes passierte, schob sie eine Kaffeebohne von der rechten Hosentasche in die linke. Und siehe da: Abends waren die Bohnen alle in der linken Tasche. So trainiert man das Gehirn, sich die positiven Momente im Leben bewusst zu machen. "Die meisten Leute sprechen mir ihr Beileid aus, wenn sie hören, dass meine Mutter Psychologin ist", sagt Blum. "Aber ich habe es immer als Privileg empfunden."

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