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Mittelstand:Mehr als eine Million Jobs weg

Die staatliche Förderbank KfW erwartet wegen der Corona-Krise deutliche Jobverluste und weniger Investitionen bei Mittelständlern. "Trotz der komfortablen Ausgangslage der meisten mittelständischen Unternehmen in Deutschland wird die Corona-Krise Spuren hinterlassen", sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Die Folgen der Pandemie würden sich nicht nur in den Bilanzen der Firmen, sondern auch in den Köpfen der Manager niederschlagen. "Vorsicht und Zurückhaltung könnten das Handeln vieler in der kommenden Zeit bestimmen." Einer Studie der KfW zufolge fallen bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen in diesem Jahr mehr als eine Million Arbeitsplätze weg. Das entspreche einem Jobabbau von 3,3 Prozent. Bis zum Ausbruch der Pandemie seien die Arbeitsplätze deutlich ausgebaut worden. Ende 2019 seien bei Mittelständlern 32,3 Millionen Menschen beschäftigt gewesen, so viele wie nie. Bis September seien weniger Investitionsvorhaben planmäßig umgesetzt worden. Viele Unternehmen legten Investitionsprojekte auf Eis. Neuinvestitionen hatten 2019 eine Höchstmarke von 187 Milliarden Euro erreicht.

© SZ vom 23.10.2020 / Reuters
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