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Mindestlohn:Wirtschaftsinstitut warnt vor Job-Fiasko

Sollte sich Arbeitsminister Scholz mit seinen Mindestlohnplänen durchsetzen, sind nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft bis zu vier Millionen Stellen gefährdet.

Die flächendeckende Einführung von Lohnuntergrenzen sei "ökonomisch und sozialpolitisch unsinnig", schrieb der Direktor Michael Hüther des arbeitgebernahen Instituts in einem Gastbeitrag für die Bild am Sonntag laut Vorabbericht.

"Das Fiasko mit dem Mindestlohn für Postdienste, der bereits zu zehntausenden von Kündigungen geführt hat, sollte eine Lehre sein."

Am Freitag hatte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz eine Gesetzesinitiative zur Detailabstimmung in die Ressorts verschickt, die den Weg für Mindestlöhne in allen Branchen eröffnen soll.

Der Vorschlag des SPD-Politikers soll es Arbeitgebern und Gewerkschaften wesentlich erleichtern, Untergrenzen zu vereinbaren.

© sueddeutsche.de/Reuters/hgn
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