MeinungWohnkostenIndexmietverträge haben im Wohnungsmarkt nichts verloren

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Kommentar von Stephan Radomsky

Lesezeit: 3 Min.

In Deutschland fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen, schätzen Experten – auch das treibt die Mietpreise.
In Deutschland fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen, schätzen Experten – auch das treibt die Mietpreise. Jan Woitas/picture alliance/dpa

Endlich will die Bundesregierung das Problem der Indexmieten anpacken und die Belastung für Mieter begrenzen. Das allerdings kommt viel zu spät – und greift zu kurz.

Nicht wohnen, das geht nicht. Jede und jeder braucht ein Dach über dem Kopf, deshalb ist eine angemessene Wohnung seit bald 80 Jahren sogar ein verbrieftes Menschenrecht. So viel ist klar – dann aber wird es auch schon schwierig. Denn Wohnraum ist eben auch eine Ware: Wer ihn baut und besitzt, kann und soll damit auch Gewinn machen dürfen. In der Theorie sollte der Markt die Balance schaffen. Wenn die Nachfrage und damit die Preise steigen, sollte das Angebot entsprechend nachziehen. Weil manche Gegenden aber begehrter sind als andere und der Platz begrenzt, müssen Profitstreben und Bezahlbarkeit politisch geregelt werden – einfach weil die Sache für Millionen Menschen zu wichtig ist: Die Mehrheit der deutschen Haushalte lebt zur Miete, nirgendwo in der EU ist ihr Anteil höher.

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