WohnenMieten steigen langsamer

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Sachsen will die Mietbreisbremse für Dresden und Leipzig bis Mitte 2027 verlängern.
Sachsen will die Mietbreisbremse für Dresden und Leipzig bis Mitte 2027 verlängern. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Eine Studie zeigt, dass sich die schwierige Lage am Mietmarkt etwas entspannt. Während Preise in Großstädten wie in Berlin und Hamburg sogar fallen, ist Wohnraum weiterhin knapp, vor allem in den Metropolen.

Die Mieten in deutschen Städten steigen einer Studie zufolge langsamer. Im dritten Quartal erhöhten sie sich durchschnittlich um 0,5 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Mittwoch mitteilte. Verglichen mit dem Vorjahresquartal stiegen die Mieten um 3,5 Prozent und inflationsbereinigt um 1,2 Prozent – das sei der niedrigste Jahreszuwachs seit Ende 2021. „Die Preisdynamik am Mietmarkt hat sich nach den hohen Steigerungen der letzten Jahre deutlich abgekühlt“, sagte IfW-Experte Jonas Zdrzalek. „Im Durchschnitt steigen die Mieten nur noch im gleichen Tempo wie die Inflation.“

Zugleich werden Wohnungen den Angaben zufolge schneller vermittelt. Die durchschnittliche Inseratsdauer fiel im dritten Quartal auf gut 24 Tage – knapp einen Tag weniger als noch im Vorquartal und gut vier Tage weniger als ein Jahr zuvor. „Aus historischer Sicht ist dieser Wert äußerst niedrig“, hieß es. Bei Start der Datenerfassung vor rund zehn Jahren betrug die Inseratsdauer im Schnitt noch 34 Tage. „Selbst bei nur moderaten Mietsteigerungen ist der Markt für Wohnungssuchende vor allem in Metropolen äußerst angespannt“, sagte Zdrzalek. „Ohne einen spürbaren Zuwachs an Neubauten wird sich die Lage kaum entspannen.“

Das Mietniveau geht stark auseinander. In München lag die durchschnittliche Kaltmiete im dritten Quartal mit 22,96 Euro pro Quadratmeter an der Spitze, gefolgt von Frankfurt am Main (17,55 Euro). Stuttgart (16,11 Euro), Berlin (15,82 Euro), Hamburg (15,62 Euro) und Köln (15,21 Euro) bilden das Mittelfeld, Düsseldorf (14,40 Euro) und Leipzig (10,14 Euro) das untere Ende. Im gewichteten Durchschnitt über alle untersuchten 37 Städte und Regionen lag der Quadratmeterpreis bei 14,16 Euro.

Am stärksten stiegen die Mieten in Leipzig (+1,1 Prozent) und Düsseldorf (+0,7 Prozent). In München, Frankfurt und Köln betrug der Anstieg jeweils 0,5 Prozent, in Stuttgart 0,3 Prozent. Leichte Rückgänge gab es in Hamburg (-0,2 Prozent) und Berlin (-0,3 Prozent). Deutlich höhere Mieten zeigten Potsdam (+3,4 Prozent) und Erfurt (+3,2 Prozent).

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