Microsoft-Tablet Surface Go Teurer Windows-Mini-Laptop

Mit einem magnetisch andockbaren Keyboard wird das Surface Go von Microsoft zu einem Mini-Laptop.

(Foto: oh)
  • Microsoft fordert mit dem neuen 10-Zoll-Tablet "Surface Go" den Konkurrenten Apple heraus.
  • Beim Speicher hat der Hersteller gespart. Mit angedocktem Keyboard ist das Gerät aber ein guter Windows-Mini-Laptop.
Von Mirjam Hauck

Als Apple 2010 mit dem iPad auf dem Markt kam, war längst nicht klar, dass das Tablet ein Erfolg werden würde. Zuvor waren schon einige daran gescheitert, einen superflachen Rechner mit Touchscreen zu verkaufen. Darunter auch Microsoft. 2002 hatte Bill Gates zusammen mit Hardwareherstellern wie Hewlett Packard und Samsung Tablets präsentiert - mit einer angepassten Windows-XP-Version. Doch das blieben Ladenhüter, erst Apple gelangen praktische Geräte: Indem es die Funktionen des Handys erweiterte und nicht einfach einen Computer schrumpfte.

Acht Jahre nach dem iPad fordert nun Microsoft mit dem Surface Go den Konkurrenten mit einem handlichen Tablet heraus. Das Gerät ist mit einer Bildschirmdiagonale von zehn Zoll deutlich kleiner, mit 522 Gramm viel leichter und mit einem Einstiegspreis von 450 Euro deutlich günstiger als die bisherigen Surface-Modelle.

Wie der große Bruder Surface Pro ist es aus Aluminium und hat einen ausklappbaren Standfuß. Eine Tastatur, die sich magnetisch andocken lässt, gibt es auch. Sie kostet allerdings 100 Euro extra. Wer zusätzlich den passenden Stift haben will, muss noch einmal 110 Euro obendrauf legen.

Beim Speicher gespart

Vorinstalliert ist Windows Home S. Diese Version erlaubt nur die Installation von Anwendungen aus dem Microsoft-Store. Man kann allerdings kostenlos zu Windows 10 Home wechseln, hier darf sich der Nutzer auch andere Apps holen. Beim Speicher hat Microsoft gespart, in Deutschland gibt es nur Modelle mit vier beziehungsweise acht Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 64 GB internen eMMC- oder 128 GB SSD-Speicher. Immerhin lässt er sich per MicroSD-Karte erweitern. Microsoft preist das Einsteigermodell als Zweitgerät zum Windows-Rechner an, sowohl für den Einsatz in Schule und Beruf als auch für Unterhaltungszwecke.

Letzteres funktioniert, das Display (1800 mal 1200 Pixel) zeigt Bilder und Videos scharf und kontrastreich an, allerdings führt das Seitenverhältnis von 3:2 bei Filmen im 16:9-Format dazu, dass die unliebsamen schwarze Balken zu sehen sind. Für Schreibarbeiten in Office passt es allerdings wieder und auch die Tastatur ist präzise, und es lässt sich angenehm darauf tippen.

Zusammen mit dem Keyboard ist das Surface Go ein guter Windows-Mini-Laptop. Ob das reicht, um Apples Dominanz im Tablet-Segment zu brechen, wird sich noch zeigen müssen.

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