Erneuerbare EnergienSolarmodul-Hersteller Meyer Burger vor dem Aus

Mitarbeiterin von Meyer Burger im Werk in Freiberg: Aus heutiger Sicht bestehe keine realistische Chance für eine Rettung, heißt es.
Mitarbeiterin von Meyer Burger im Werk in Freiberg: Aus heutiger Sicht bestehe keine realistische Chance für eine Rettung, heißt es.
Hendrik Schmidt

Das insolvente Schweizer Unternehmen hat seinen 600 Beschäftigten in Deutschland gekündigt. Zuvor war die Suche nach einem Investor gescheitert.

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Der insolvente Solarmodul-Hersteller Meyer Burger ist auf der Suche nach einem Investor nicht fündig geworden und hat seinen rund 600 Beschäftigten in Deutschland und den verbliebenen 45 in der Schweiz gekündigt. Aus heutiger Sicht bestehe keine realistische Chance für eine Rettung der Unternehmensgruppe einschließlich der Muttergesellschaft, teilte die Firma mit. Hauptgründe für die Misere seien die Billigimporte aus China sowie erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Förderung erneuerbarer Energien in den USA und Europa.

In den USA habe Meyer Burger nach dem eingeleiteten Insolvenzverfahren die Genehmigung des Gerichts zum Verkauf der Anlagen zur Modulproduktion für insgesamt rund 29 Millionen Dollar erhalten, hieß es. Dies sei ein wichtiger Zwischenschritt. Meyer Burger hatte im April vorläufige Geschäftszahlen veröffentlicht und demnach 2024 bei einem Umsatz von lediglich knapp 70 Millionen Franken einen operativen Verlust von gut 210 Millionen Franken verbucht. Ende Mai folgte dann der Insolvenzantrag in Deutschland und Ende Juni in den USA.

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