Mercedes Erstes Werk in Russland

(Foto: Alexey Kudenko/dpa)

Daimler eröffnet eine Fabrik bei Moskau. Das freut den deutschen Wirtschaftsminister und den russischen Präsidenten. Beide sind dabei.

Das ist meiner: Russlands Präsident Wladimir Putin signiert ein Auto, das freut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (dahinter) und Daimler-Chef Dieter Zetsche (neben dem Minister). Die Männer und ihre Entourage trafen sich am Mittwoch in Yesipovo, rund 50 Kilometer nordwestlich von Moskau. Dort eröffneten sie eine neue Mercedes-Fabrik, die erste des Daimler-Konzerns in Russland.

Es gebe ein großes Entwicklungspotenzial für die deutsch-russische Zusammenarbeit, sagte CDU-Politiker Altmaier. "Wir wollen im Interesse der Menschen auf beiden Seiten in beiden Ländern Potenziale erschließen", sagte er. "Wir verschweigen unsere politischen Unterschiede nicht", sagte Altmaier weiter und verwies dabei unter anderem auf den Ukraine-Konflikt. "Trotzdem gibt es auf beiden Seiten den Wunsch und die Bereitschaft, die Zusammenarbeit zu verbessern." Putin sagte, er sichere ausländischen Investoren auch weiterhin Unterstützung beim Bau von Produktionsstätten zu. Es habe lange gedauert, bis die Investitionsentscheidung gefallen sei. Dann aber sei alles schnell gegangen, innerhalb von anderthalb Jahren stand der ganze Neubau. Mercedes sei eine geschätzte Marke in Russland.

In dem Werk sollen mehr als 1000 Menschen arbeiten, Daimler hat dafür mehr als 250 Millionen Euro in den neuen Standort investiert. Konzernchef Zetsche sagte, Mercedes-Benz glaube an den Automobilstandort Russland. Die Unterstützung Putins sei entscheidend gewesen, so der Manager. "Vertrauen schafft Chancen."