AutomobilindustrieGewinn bei Mercedes-Benz bricht um mehr als die Hälfte ein

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Eine Mitarbeiterin des Stuttgarter Autoherstellers Mercedes-Benz arbeitet in der Factory 56 im Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen in der Fertigung von Oberklasse- und Luxusfahrzeugen an einer Motorhaube an einem Mercedes-Emblem.
Eine Mitarbeiterin des Stuttgarter Autoherstellers Mercedes-Benz arbeitet in der Factory 56 im Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen in der Fertigung von Oberklasse- und Luxusfahrzeugen an einer Motorhaube an einem Mercedes-Emblem. (Foto: Bernd Weißbrod/picture alliance/dpa)

Grund für die Einbußen sind unter anderem die stark gestiegenen US-Importzölle und das schwache China-Geschäft des Automobilherstellers. Für das laufende Geschäftsjahr rechnete Mercedes mit einem Konzernumsatz deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im ersten Halbjahr um mehr als die Hälfte eingebrochen. Das Konzernergebnis sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55,8 Prozent von rund 6,1 Milliarden Euro auf rund 2,7 Milliarden Euro ab, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilt. Bereits im ersten Quartal des Jahres musste Mercedes-Benz massive Gewinneinbrüche vermelden. Der Gewinn sackte um knapp 43 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro ab.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr rechnete Mercedes nun mit einem Konzernumsatz deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die bereinigte Umsatzrendite der Pkw-Sparte soll 2025 nur noch zwischen vier und sechs Prozent liegen. Im Vorjahr betrug sie 8,1 Prozent. Auch der Absatz werde voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen.

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Grund für die Einbußen sind unter anderem die stark gestiegenen US-Importzölle und das schwache China-Geschäft von Mercedes-Benz. Zusätzlich drückten Sondereffekte wie die Kosten des angelaufenen Personalabbaus das Ergebnis, teilte der Autobauer am Mittwoch mit.

Seit April gilt für Autoimporte in die USA, bei Mercedes zum Beispiel für die Luxuslimousinen der S-Klasse, ein Aufschlag von 27,5 Prozent nach zuvor 2,5 Prozent. Die Schwaben gaben die Erhöhung Analysten zufolge nicht über die Preise an die Kunden weiter. Damit drückte der Zoll den Gewinn.

Bereits im Februar hatte der Vorstand ein Sparprogramm ausgerufen

Um die Profitabilität und den Absatz in den kommenden Jahren wieder zu steigern, hatte der Vorstand im Februar ein Sparprogramm ausgerufen. Demnach sollen bis 2027 die Produktionskosten um zehn Prozent im Vergleich zu heute sinken. Zudem würden die Materialkosten optimiert, und auch die Fixkosten sollen um weitere zehn Prozent bis 2027 sinken.

Mit dem Gesamtbetriebsrat einigte sich das Unternehmen auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen, also nicht in der Produktion, vorsieht.

Mercedes-Benz reiht sich damit ein in eine Vielzahl deutscher Autobauer, die zuletzt alle Umsatzeinbußen verkünden mussten. Auch Audi musste diese Woche einen schrumpfenden Gewinn verkünden. VW musste in der vergangenen Woche verkünden, im ersten Halbjahr etwa ein Drittel weniger Gewinn gemacht zu haben als im Vorjahreszeitraum. In Zahlen ausgedrückt sind das rund 3,3 Milliarden Euro, die VW weniger verdiente.

© SZ/dpa/Reuters/danju - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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