Medikamente„Noch reichen unsere Vorräte an Wirkstoffen“

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Die tschechische Firma Zentiva stellt Fiebersaft für Kinder her.
Die tschechische Firma Zentiva stellt Fiebersaft für Kinder her. Zentiva

Die Versorgung mit Medikamenten ist immer noch störanfällig, und der Krieg im Nahen Osten erhöht die Unsicherheit. Welche Maßnahmen Generika-Hersteller fordern, damit in den Apotheken nicht wieder leere Regale drohen.

Von Elisabeth Dostert

Es ist nicht so, als hätte Josip Meštrović nicht schon große Sorgen gehabt. Seit gut einer Woche, seit dem Angriff der USA auf Iran und dessen Vergeltungsschlägen im Nahen Osten sind sie noch größer geworden. Meštrović ist Deutschland-Chef des tschechischen Generika-Herstellers Zentiva. Generika ahmen Medikamente nach, deren Patentschutz abgelaufen ist. Zentiva mit Sitz in Prag ist einer der größten Anbieter in Europa, allein in Deutschland verkauft die Firma jährlich etwa 110 Millionen Packungen. Die Blockade der Straße von Hormus könnte die Versorgung Deutschlands mit Medikamenten gefährden, so Meštrović. Da stecken gerade viele Tanker fest. Wie groß die Gefahr sei, hänge von der Dauer der Blockade ab. „Noch reichen unsere Vorräte an Wirkstoffen und Hilfsmitteln, aber wir wissen nicht, wie lange“, sagt Meštrović.

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