MedienpreisDeutsch-Französischer Medienpreis geht an Notenbankchefs

Joachim Nagel (r) und sein französischer Kolleger François Villeroy de Galhau veröffentlichten zahlreiche gemeinsame Gastbeiträge. (Archivbild)
Joachim Nagel (r) und sein französischer Kolleger François Villeroy de Galhau veröffentlichten zahlreiche gemeinsame Gastbeiträge. (Archivbild) Helmut Fricke/dpa

Gemeinsame Gastbeiträge und öffentliches Engagement für Europa: Die Notenbankchefs Deutschlands und Frankreichs werden ausgezeichnet.

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Saarbrücken/Paris (dpa) - Der Große Deutsch-Französische Medienpreis geht in diesem Jahr an die Notenbankchefs aus Deutschland und Frankreich, Joachim Nagel und François Villeroy de Galhau. Das teilte der Saarländische Rundfunk (SR) mit. Der Intendant des SR, Martin Grasmück, ist auch Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Französischen Journalisten- und Medienpreises.

„Prof. Dr. Nagel und Gouverneur Villeroy de Galhau verkörpern eindrucksvoll die Idee eines gemeinsamen europäischen Wirtschafts- und Währungsraums“, sagte Grasmück einer Mitteilung zufolge. Nagel ist Präsident der Deutschen Bundesbank, Villeroy de Galhau ist Gouverneur der Banque de France. Das grenzüberschreitende Engagement für Stabilität, Vertrauen und den deutsch-französischen Dialog mache sie zu herausragenden Botschaftern der europäischen Zusammenarbeit, so Grasmück. 

Preisverleihung findet im September in Paris statt

Ausschlaggebend für die Preisverleihung seien mehrere Aspekte gewesen, hieß es. So hätten sich etwa beide gemeinsam öffentlich für eine Wiederbelebung des konzertierten deutsch-französischen Handelns ausgesprochen. Zudem hätten beide zahlreiche gemeinsame Gastbeiträge zu Themen wie Inflation, europäischer Integration und geopolitischen Krisen veröffentlicht. Ein solches gemeinsames öffentliches Auftreten zweier Notenbankchefs sei ungewöhnlich und trage deshalb maßgeblich zum öffentlichen Bewusstsein für die europäische Idee bei.

Der Große Deutsch-Französische Medienpreis wird jedes Jahr vergeben, abwechselnd in Berlin und Paris. Die diesjährige Preisverleihung findet am 16. September in Paris statt.

© dpa-infocom, dpa:260507-930-47946/2

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