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Medien - Hamburg:Stadt Hamburg startet Kampagne für Pressefreiheit

Hamburg (dpa) - Mit einer Plakatkampagne will die Stadt Hamburg ein deutliches Zeichen für die Zukunft unabhängiger Medien setzen. Anlass sind drei große Medienkonferenzen, zu denen Ende September mehr als 1500 Teilnehmer aus aller Welt erwartet werden. "Demokratische Politik ist ohne kritischen, unabhängigen Journalismus nicht vorstellbar", sagte Carsten Brosda (SPD), Hamburgs Senator für Kultur und Medien, am Freitag in Hamburg. Mit der Begleitkampagne solle das Bewusstsein für den Wert der freien Presse gefördert werden. "Journalismus ist eine Ressource, die wir viel zu häufig für selbstverständlich nehmen", sagte der Senator. Dabei müsse die Gesellschaft dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen stimmen.

Die Global Investigative Journalism Conference (GIJC) ist vom 26. bis 29. September erstmals in Deutschland zu Gast. Mehr als 1200 Journalisten aus 130 Ländern wollen sich in gut 150 Workshops und Paneldiskussionen über Themen wie investigative Recherche, Datenjournalismus, Kooperationen und Pressefreiheit austauschen. Als Rednerin wird unter anderem Maria Ressa erwartet, eine Enthüllungsjournalistin von den Philippinen. Ausrichter der GIJC in Hamburg sind die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche, die Hamburger Interlink Academy for International Dialog and Journalism und das Global Investigative Journalism Network.

In derselben Woche finden auch das diesjährige Scoopcamp (25. September) und die Media Innovation Week der International News Media Association (INMA, 23. bis 27. September) statt. Das Scoopcamp ist die Innovationskonferenz für Medien von der Initiative nextMedia.Hamburg und der dpa. Sprecher sind unter anderem die frühere Digitalchefin des "Stern", Anita Zielina (City University of New York), Shazna Nessa ("The Wall Street Journal") und Alan Rusbridger (University of Oxford), der frühere langjährige Chefredakteur des britischen "Guardian".

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