McDonald's:Für immer Frühstück

PETERSON

Herb Peterson, der Vater des Egg McMuffin, präsentiert seine Erfindung.

(Foto: John Hayes/AP)

Das ist also die Rettung: der EggMcMuffin. Ein Brötchen mit Ei und Schmelzkäse.

Das ist also die Rettung von McDonald's, wenn man so will. Der EggMcMuffin. Ein Brötchen mit Ei und Schmelzkäse. "Köstlich, knusprig und unschlagbar günstig", sagt McDonald's selber. Dieses Frühstücksangebot, 1972 erfunden von Filialleiter Herb Peterson, gibt es seit Oktober in den USA nicht mehr nur morgens, sondern immer, rund um die Uhr. Toll - das sagten so viele Kunden, dass der Konzern die Erlöse im abgelaufenen Quartal bis Ende Dezember insgesamt um fünf Prozent steigern könnte. Das habe vor allem am neuen Allzeit-Frühstück gelegen, sagte der Chef Steve Easterbrook. Der Quartalsgewinn des Konzerns kletterte um zehn Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Dabei dachten Analysten schon, die erfolgreichen Zeiten von McDonald's gingen dem Ende zu. Es gibt zu viele coole Burgerladen und alternative Imbisse, die der Traditionsmarke Konkurrenz machen. In Deutschland will sich der Konzern moderner machen, um zu bestehen. In 25 Filialen bedienen Mitarbeiter die Gäste schon am Tisch. Weitere 200 Filialen sollen dieses Konzept dieses Jahr übernehmen. Dabei zeigt der Heimatmarkt USA vielleicht, wie McDonald's wirklich überleben könnte. Dort hatten die Stammkunden, schon lange gefordert, das Rund-um-die-Uhr-Frühstück bestellen zu können. Kaum gehorcht der Konzern, schießt der Umsatz in die Höhe. Es sind am Ende wohl nicht die Bio-Hipster, die McDonald's retten.

© SZ vom 27.01.2016 / SZ
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