Manager und FusionenEiner geht baden

Manager auf dem Abstellgleis - auch Conti-Chef Wennemer trennt sich von seinem bisherigen Arbeitgeber. Bei Zusammenschlüssen gilt: Zwei Chefs sind einer zu viel. Wer ging, wer blieb - und wer richtig abkassierte.

Konzernlenker auf dem Abstellgleis - Conti-Chef Manfred Wennemer gibt seinen Job auf, nachdem Schaeffler bei Conti eingestiegen ist. Bei Zusammenschlüssen gilt: Zwei Chefs sind einer zu viel. Wer ging, wer blieb - und wer richtig abkassierte.

Seit 1994 war er bei Continental, seit September 2001 leitete er den Konzern: Nun nimmt Manfred Wennemer seinen Hut. Nach einer erbitterten Übernahmeschlacht mit der viel kleineren Schaeffler-Gruppe kam es zu einer friedlichen Einigung auf eine Minderheitsbeteiligung. Ex-Kanzler Gerhard Schröder wacht über die Garantien für den Reifenhersteller Conti. Doch Wennemer geht - er hatte in einer "Brandrede" Mitte Juli eine harte Gegenwehr gegen die drohende Übernahme angekündigt und gewettert, das Vorgehen der Franken sei "egoistisch, selbstherrlich und verantwortungslos". Schaeffler habe sich über Finanzgeschäfte (Swap-Geschäfte) rechtswidrig an Conti "herangeschlichen" - zu harte Worte, um nun das unterlegene Unternehmen weiterzuführen.

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20. August 2008, 11:592008-08-20 11:59:00 ©