Der Düsseldorfer Mannesmann-Prozess wurde gegen millionenschwere Geldauflagen eingestellt. Der Vorsitzende Richter widersprach Vermutungen, die Angeklagten hätten sich freigekauft.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann (re.; hier mit dem ebenfalls angeklagten, ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Mannesmann, Klaus Esser, li.) und die anderen fünf Angeklagten im Mannesmann-Verfahren mussten insgesamt 5,8 Millionen Euro zahlen. Damit folgte das Düsseldorfer Landgericht einem Antrag der Verteidiger Ackermanns, der 3,2 Millionen Euro berappen musste. Die wegen schwerer Untreue angeklagten Manager und Gewerkschafter gelten als unschuldig. In dem Prozess ging es um die Bewilligung von Prämien in Höhe von 57 Millionen Euro im Zusammenhang der Übernahme von Mannesmann durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone im Jahr 2000.

Der Vorsitzende Richter begründete den Beschluss damit, dass die Taten mehr als sechs Jahre zurücklagen und das öffentliche Interesse an einer Fortführung des Prozesses nicht gegeben sei.

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3. September 2008, 15:092008-09-03 15:09:00 ©