Mainz/Koblenz (dpa/lrs) - Die Saison der Freiland-Erdbeeren in Rheinland-Pfalz kommt langsam in Schwung. Ein Betrieb in Mainz hat am Donnerstag mit der Ernte begonnen, wie Andreas Köhr, Sprecher des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, mitteilte. Der geschützte Anbau unter sogenannten Tunneln laufe auch bereits. „Qualitativ“ sehe das sehr gut aus, sagte Köhr. Durch Nachtfröste sei nicht allzu viel Schaden entstanden.
Die Kollegen aus dem Gebiet des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau hingegen gedulden sich noch etwas. Im Freiland sei die Ernte noch nicht losgegangen, sagte Franz-Josef Schäfer, Kreisvorsitzender für den Landkreis Ahrweiler. „Die ersten Kulturen im Tunnel sind seit letzter Woche dran.“ Schäfer schätzt, dass er ab Mitte nächster Woche erste Erntehelfer auf seine Felder schicken kann - „etwas früher als normal“.
Während der Corona-Krise bestehe bezüglich der Saisonarbeitskräfte große Unsicherheit. „Wir wissen noch nicht, wie viele kommen“, sagte Schäfer. Er habe von Kollegen gehört, dass nur etwa zwei Drittel der eigentlich angekündigten Helfer tatsächlich in Deutschland gelandet sei.
Für die Betriebe im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd sei die Situation sehr unterschiedlich, sagte Sprecher Köhr. „Bei dem einen klappt es besser, bei dem anderen schlechter.“ Der Bedarf an Saisonarbeitskräften werde noch ansteigen, sagte Köhr: „Die Hochsaison kommt erst noch, da braucht es sicherlich noch Arbeitskräfte.“
Köhr geht allerdings davon aus, dass vielen Betriebe in dieser Saison wohl nicht die sonst übliche Personalnstärke zur Verfügung stehen wird. Ob alle Erdbeeren vom Feld kommen, sei fraglich, aber eine „Grundausstattung“ hätten die meisten Betriebe zumindest.
