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Luftverkehr - Frankfurt am Main:Dreyer fordert höhere Gebühren bei Nachtflügen in Frankfurt

Mainz/Frankfurt (dpa) - Mit Blick auf den Flughafen Frankfurt fordert das Land Rheinland-Pfalz erhöhte Lärmentgelte für Starts und Landungen in der Nacht. Die Zuschläge sollten um 500 Prozent angehoben werden, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag. Derzeit betrage der Zuschlag 200 Prozent. Dreyer schloss sich damit einer Forderung der Frankfurter Fluglärmkommission an. Diese hatte eine Erhöhung der Gebühren um 350 bis 500 Prozent verlangt. Dabei geht es um Flüge in der Zeit zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr.

Mithilfe der Gebühren soll in dieser Zeit der Fluglärm reduziert werden. An Deutschlands größtem Flughafen gilt in der Nacht ein sechsstündiges Verbot für Flugbewegungen. Verspätete Maschinen dürfen bis Mitternacht landen, sofern die Verspätung sich nicht aus der Gestaltung des Flugplans ergibt. Starts sind nur mit Einzelgenehmigung möglich. In der ersten Jahreshälfte 2019 landeten dem hessischen Verkehrsministerium zufolge 261 Flugzeuge nach 23.00 Uhr. Im gleichen Zeitraum gab es 235 späte Starts.