ArbeitskampfPilotengewerkschaft kündigt weitere zweitägige Streiks bei Lufthansa an

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Die Pilotengewerkschaft will weiter streiken – strebt aber auch nach einer Einigung.
Die Pilotengewerkschaft will weiter streiken – strebt aber auch nach einer Einigung. MICHAELA STACHE/AFP

Die Piloten sollen am Donnerstag und Freitag in den Ausstand treten. Gleichzeitig schlägt die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit eine Schlichtung vor.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kündigt weitere Streiks an. Geplant sind Arbeitsniederlegungen bei der Kernmarke Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo und der Regionalgesellschaft Cityline für Donnerstag und Freitag. Beim Ferienflieger Eurowings soll am Donnerstag abermals für einen Tag gestreikt ⁠werden.

Zugleich schlug die Gewerkschaft eine Schlichtung vor, zu der die Lufthansa auch bereit wäre. Im Tarifstreit über die betriebliche Altersvorsorge habe die Lufthansa trotz des aktuell noch bis Dienstagabend laufenden Arbeitskampfes kein Angebot vorgelegt, erklärte ‌die VC. Den Konflikt auszusitzen, sei aber keine ‌Lösung.

Vor diesem Hintergrund schlage die VC der Arbeitgeberseite ein verbindliches Schlichtungsverfahren für die Tarifkonflikte vor. „Die Situation ist festgefahren“, erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro. „Ein Schlichtungsverfahren bietet die Chance, die bestehenden Tarifkonflikte durch einen unabhängigen Dritten zu lösen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.“

Lufthansa-Maschinen stehen auf dem Vorfeld des Münchner Flughafens.
Lufthansa-Maschinen stehen auf dem Vorfeld des Münchner Flughafens. Matthias Schrader/AP

Ein Lufthansa-Sprecher erklärte, das Unternehmen sei zu einer Schlichtung bereit. „Wir bieten eine Schlichtung aller Tarifthemen im Sinne einer nachhaltigen Befriedung an“, sagte der ‌Sprecher. Das betrifft neben der betrieblichen Altersvorsorge auch die Übergangsversorgung für Piloten, die einige Jahre vor Erreichen ‌des Rentenalters ausscheiden wollen. Ob die ‌Schlichtung zustande kommt, bleibt abzuwarten. Sollten sich die Tarifparteien auf das Prozedere einigen, würde es neben Lufthansa und Cityline, wo es um höhere Vergütung geht, auch Eurowings umfassen.

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Die Lufthansa-Piloten streiken in dieser Woche bereits zum dritten ‌Mal in diesem Jahr. An jedem Streiktag fallen Hunderte Flüge aus, Zehntausende Fluggäste müssen ihre Reisepläne ändern oder aufgeben. Das führt zu hohen Kosten bei der Airline. Am Mittwoch und Donnerstag legen die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline die Arbeit ⁠nieder. Ihre Gewerkschaft UFO kämpft für bessere Arbeitsbedingungen bei ‌der Lufthansa und für ‌einen Sozialtarifvertrag bei Cityline, die vor der Schließung steht. Bislang lehnt die Lufthansa alle Forderungen ab.

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