Luftverkehr:Weniger Flüge in Deutschland

Lufthansa-Maschinen am Flughafen Frankfurt. (Foto: Kai Pfaffenbach/REUTERS)

Nach Prognose der Deutschen Flugsicherung (DFS) wird der Luftverkehr in Deutschland erst 2027 wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen - und damit später als bisher erwartet.

Der Luftverkehr in Deutschland wird nach Prognose der Deutschen Flugsicherung (DFS) erst 2027 wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen. Die Erholung von der Ende 2019 ausgebrochenen Corona-Pandemie gehe damit nicht so schnell wie in Nachbarländern und wie zuvor erwartet, erklärte DFS-Chef Arndt Schoenemann am Montag. Ursprünglich hatte die DFS mit dem Vorkrisenniveau 2025 gerechnet.

Hauptgrund sei die begrenzte Kapazität des deutschen Marktführers Lufthansa. Wie andere Airlines auch muss die Lufthansa auf neue Maschinen von den Flugzeugbauern Airbus und Boeing warten. Zudem sorgen Teilemangel und technische Probleme für hohen Wartungsaufwand. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte am Rande der Jahresversammlung des internationalen Airline-Verbandes IATA in Dubai, derzeit könnten 100 von insgesamt 750 Flugzeugen der Lufthansa-Gruppe nicht eingesetzt werden.

Im laufenden Jahr werde der Flugverkehr über Deutschland, den die DFS durch den Luftraum lotst, um fünf bis sechs Prozent wachsen gegenüber dem Vorjahresvolumen von 2,83 Millionen Flügen. Bei der Zahl der An- und Abflüge nach und von Deutschland rechnet die DFS 2024 mit 1,7 Millionen Flügen oder 79 Prozent des Volumens von 2019. Auf die Hochsaison im Sommer sei die Flugsicherung gut vorbereitet, sagte Schoenemann. Es sei gelungen, die Pünktlichkeit im ersten Halbjahr im besonders verkehrsreichen Luftraumkorridor über Deutschland deutlich zu verbessern. Zuletzt habe es außergewöhnlich viele Störungen durch Gewitter gegeben. "Das hatten wir in der Vergangenheit nicht, daran sehen wir, dass der Klimawandel entsprechend zuschlägt", sagte der DFS-Chef.

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