FluggesellschaftenDeutsche Luftfahrt hängt auch im zweiten Halbjahr weit zurück

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Billigflieger wie Ryanair bauen ihre Präsenz nur noch an kleineren und kostengünstigeren Flughäfen wie Memmingen, Weeze oder Hahn aus.
Billigflieger wie Ryanair bauen ihre Präsenz nur noch an kleineren und kostengünstigeren Flughäfen wie Memmingen, Weeze oder Hahn aus. PAU BARRENA/AFP
  • Das Sitzplatzangebot der Airlines in Deutschland liegt in der zweiten Jahreshälfte 2025 bei 93 Prozent des Vor-Corona-Niveaus von 2019, während es im restlichen Europa 110 Prozent erreicht.
  • Billigflieger wie Ryanair, Easyjet und Wizz Air ziehen sich wegen hoher Kosten aus Deutschland zurück. Ihr Marktanteil sinkt auf 27 Prozent, während ihr Angebot europaweit auf 133 Prozent des Vor-Corona-Niveaus steigt.
  • Große deutsche Flughäfen bleiben hinter den Zahlen von 2019 zurück. Kleinere Airports wie Memmingen, Weeze und Hahn verzeichnen dagegen ein deutliches Wachstum durch den Ausbau von Billigfliegern.
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Billigflieger wie Ryanair, Easyjet und Wizz Air ziehen sich wegen hoher Kosten aus Deutschland zurück. Ihr Sitzplatzangebot liegt deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau.

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Die Luftfahrt in Deutschland schafft wegen der hohen Standortkosten auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 nicht den Anschluss an die allgemeine Entwicklung in Europa. Das Sitzplatzangebot der Airlines für Juli bis Dezember liegt mit 138,6 Millionen zwar sechs Prozent über dem Vorjahresniveau, aber nur bei 93 Prozent des Vergleichszeitraums im Vor-Corona-Jahr 2019, wie der Branchenverband BDL am Mittwoch mitteilte. „Im restlichen Europa ist das Luftverkehrsangebot inzwischen größer als jemals zuvor.“

Das Sitzplatzangebot erreiche 110 Prozent des Niveaus von 2019, das Angebot der europäischen sogenannten Punkt-zu-Punkt-Airlines sogar 133 Prozent bei 43 Prozent Marktanteil. Billigflieger wie Ryanair, Easyjet und Wizz Air ziehen sich wegen zu hoher Kosten zunehmend aus Deutschland zurück. Hier haben sie nur noch einen Marktanteil von 27 Prozent und ihr Sitzplatzangebot liegt nur bei 86 Prozent im Vergleich zu vor der Pandemie.

Während die Kurz- und Mittelstrecke bei 99 Prozent ihres damaligen Angebots liegt, sind es bei der Langstrecke 97 Prozent. Der innerdeutsche Verkehr kommt hingegen nur auf 52 Prozent des Niveaus der zweiten Jahreshälfte 2019. Bei dezentralen Inlandsstrecken, die nicht die Drehkreuze Frankfurt oder München als Start oder Ziel haben, sind es sogar nur 20 Prozent.

Alle größeren Airports hinken noch spürbar hinter den Zahlen von vor der Corona-Krise her. Das Sitzplatzangebot des Hauptstadtflughafens BER beträgt 77 Prozent im Vergleich zu 2019, Stuttgart kommt auf 75 Prozent und Düsseldorf auf 84 Prozent. Auch die beiden größten deutschen Airports in Frankfurt und München liegen dem BDL zufolge jeweils nur bei 91 Prozent. Billigflieger wie Ryanair bauen ihre Präsenz derweil an kleineren und kostengünstigeren Flughäfen aus. So erreicht das Sitzplatzangebot in Memmingen 246 Prozent von 2019, Weeze kommt auf 191 Prozent und Hahn auf 182 Prozent.

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