Stellenabbau, der umstrittene Einstieg eines Investors bei der Stahlsparte, Unsicherheit über den grünen Umbau der Produktion: Beim Essener M-Dax-Mitglied Thyssenkrupp ist die Stimmung angespannt; die IG Metall protestiert regelmäßig gegen die Pläne von Vorstandschef Miguel López. Bei der Hauptversammlung an diesem Freitag werden teilnehmende Aktionäre aber keine Plakate und Flugblätter der Gewerkschaft lesen können – denn das Treffen der Anteilseigner findet anders als im Vorjahr rein virtuell statt. Eine gewisse Dramatik ist trotzdem garantiert, dank der Reden von López und des Aufsichtsratsvorsitzenden Siegfried Russwurm.
IndustrieDrama und Ampelschelte bei Thyssenkrupp
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Der Krisenkonzern lädt zur Hauptversammlung. In ihren Reden beschwören Firmenchef und Aufsichtsrat den Ernst der Lage – und geißeln die zerbrochene Regierungskoalition.
Von Björn Finke, Düsseldorf
