Energieimporte:Europa ist der Kunde, den sich Putin wünscht

Energieimporte: Der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch bei Gazprom.

Der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch bei Gazprom.

(Foto: Mikhail Metzel/dpa)

Im großen Stil importieren europäische Staaten Flüssigerdgas aus Russland, das unter anderem auch in Deutschland landet. Dabei käme man auch anders über den Winter.

Von Jan Diesteldorf und Nakissa Salavati, Zeebrügge, München

Die Urlauber sind weg, aber der Krieg ist geblieben. In Belgiens schickstem Badeort Knokke-Heist schwappt die Nordsee an den Strand, zu Füßen der neunstöckigen Häuser an der Promenade, wo man aus den oberen Etagen sehr weit schauen und hinter den Windparks am Horizont irgendwo England vermuten kann. Wer sich hier aufhält, hat immer auch einen Teil von Putins Russland im Blick, einen Teil der wichtigsten Geldquellen des Kreml. Westlich des Strands hat man einst ein Terminal weit ins Meer hinein gebaut, darauf Rohrgeflechte und Drucktanks, Lagerhallen und ein paar Bürogebäude. Der kleine Abschnitt des Hafens von Zeebrügge, nur wenige Hundert Meter vom Strand entfernt und bei klarem Wetter von überall zu sehen, ist europaweit einer der wichtigsten Orte für den Import von Flüssigerdgas, kurz LNG.

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