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Linde:Auftrag aus Moskau

Der Konzern hat einen Großauftrag aus Russland bekommen. Das Unternehmen stellt Gasanlagen im Umfang von einer Milliarde Euro.

Von K.-H. Büschemann und W. Wittl

Der Linde-Konzern hat einen Großauftrag aus Russland bekommen. Das Geschäft im Umfang von etwa einer Milliarde Euro bezieht sich auf die Lieferung von Gasanlagen und die Bereitstellung von mehreren hundert Ingenieuren. Das Geschäft soll am Freitag im Beisein vom russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und einem Vorstandsvertreter von Linde in St. Petersburg unterzeichnet werden. Die Anlage soll in der rohstoffreichen russischen Teilrepublik Tatarstan gebaut werden. Seehofer habe die Verhandlungen unterstützend begleitet, heißt es in München. Es handele sich um eine Anlage, die aus Erdöl oder Erdgas Vorprodukte erzeugt, die zur Erzeugung von Kunststoffen gebraucht werden. Aus Verhandlungskreisen heißt es, dieser Auftrag falle nicht unter das Embargo, das die Europäische Union nach der Besetzung der Krim durch Russland gegen Moskau ausgesprochen hat. Anfang Mai war eine hochrangige Delegation aus Tatarstan in München, um über dieses Projekt zu verhandeln. Ob Linde-Vorstandschef Aldo Belloni an der Unterzeichnung teilnimmt oder der für den Anlagenbau zuständige Vorstand Christian Bruch ist noch nicht klar.

© SZ vom 30.05.2017
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