Reden wir über Geld mit Alicia Linz„Ich esse selbst nur ein- bis zweimal im Jahr Fleisch“

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Alicia Linz, 32, war fassungslos, als ihr vor zehn Jahren ein Jäger erklärte, dass die meisten Tierfelle weggeworfen werden.
Alicia Linz, 32, war fassungslos, als ihr vor zehn Jahren ein Jäger erklärte, dass die meisten Tierfelle weggeworfen werden. (Foto: Florian Peljak)

Alicia Linz produziert Leder aus Tierfellen, die sonst entsorgt werden würden. Ein Gespräch über billige Konkurrenz, Narben von Hirschgeweihen und die Frage, warum Leder so polarisiert.

Interview von Franziska Gerlach

Alicia Linz legt die Brille ab und schlägt vor, man solle sich doch mal umschauen in dem Café, in dem man sich zum Interview getroffen hat. An den Nachbartischen tragen die Menschen Schuhe aus Leder, über den Stuhllehnen hängen Lederjacken, ihr Geld bewahren sie in Lederportemonnaies auf. Jeden Monat werden Tonnen von Lederwaren nach Deutschland importiert. „Aber das Leder vor unserer Haustür lassen wir liegen“, sagt die 32-jährige Unternehmerin. Seit neun Jahren handelt Linz mit Leder, das größtenteils als Abfallprodukt bei der Jagd, aber auch bei Schlachtungen auf einem Biohof anfällt. Nach Stationen in Berlin und Bayern ist sie mit ihrer Firma „Lokales Leder“ in Leipzig angekommen und baut für einen großen Auftrag ihre Lieferketten aus. Das bedeutet, dass sie ihr Geschäftsmodell ziemlich oft erklären muss: Modeleuten, Jägern – und Wildfleischhändlern, die sie zur Zusammenarbeit motivieren möchte.

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