BDI-Chef Peter Leibinger„Die Stimmung ist extrem negativ, teils regelrecht aggressiv“

Lesezeit: 7 Min.

(Foto: BDI/ Jana Legler)

Wenn Peter Leibinger von „der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik“ spricht, müssen alle Alarmglocken schrillen, denn der BDI-Chef ist eigentlich ein Mann der leisen Töne. Eine klare Absage erteilt er jeder Annäherung an die AfD.

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Als vor mehr als einem Jahr sein Telefon klingelte, dachte Peter Leibinger zunächst, der Anrufer wolle seine sehr viel bekanntere Schwester Nicola Leibinger-Kammüller sprechen. Doch Siegfried Russwurm hatte sich keineswegs verwählt: Es war nicht die Chefin des schwäbischen Maschinenbaukonzerns Trumpf, die der damalige Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) für seine Nachfolge im Blick hatte, sondern Peter Leibinger höchstselbst. Seit Januar ist der Trumpf-Aufsichtsratsvorsitzende nun der höchste Wirtschaftsvertreter des Landes, dabei kommt er ganz anders daher als viele seiner Vorgänger: weniger breitbeinig und machtbewusst, dafür nachdenklich, reflektiert und techaffin. „Kooperation statt Kettensäge“ – das sei sein Motto, hieß es einmal in einem Porträt über ihn. Doch man sollte sich täuschen: Wenn es sein muss, kann der 58-Jährige auch klare Kante.

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