Lebensversicherung Axa verkauft Verträge an Investor Cinven

Von 2006 bis 2012 verkaufte die Axa über eine irische Gesellschaft fondsgebundene Policen in Deutschland. Jetzt wird abgewickelt.

Von Herbert Fromme, Köln

Der Pariser Versicherer Axa hat 230 000 Verträge deutscher Kunden an den Londoner Finanzinvestor Cinven verkauft. Für die sogenannten Twinstar-Policen auf Fondsbasis hatte Axa 2006 die Axa Life Europe (ALE) in Dublin gegründet. Jetzt will sich Konzernchef Thomas Buberl von der Tochter trennen, weil er die vom Zinstrend und dem Kapitalmarkt abhängige Lebensversicherung zurückfährt. Im Gegenzug hat er gerade den Industrieversicherer XL gekauft. Für die ALE, die europaweit 248 000 Verträge hält, erlöst Axa 1,2 Milliarden Euro. Die von 2006 bis 2012 verkauften Twinstar-Verträge laufen weiter, für die Kunden soll sich nichts ändern. Insgesamt hat Axa in diesem Jahr in Deutschland 522 000 laufende Lebensversicherungsverträge an Investoren verkauft. Das ist umstritten, Verbraucherschützer fürchten Nachteile für die Kunden. Allerdings dürfte der Trend kaum aufzuhalten sein: Generali hat gerade die Tochter Generali Leben mit vier Millionen Verträgen an den Spezialisten Viridium in Neu-Isenburg abgegeben, der zu 80 Prozent ebenfalls Cinven gehört.