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Verbraucherpreise:Die Pandemie macht Lebensmittel teurer

Um das Risiko einer Ansteckung für jene zu verringern, die besonders gefährdet sind, kaufen viele Menschen nun für andere ein.

Essenslieferung in Corona-Zeiten: Das Einkaufsverhalten vieler Menschen hat sich seit dem ersten Lockdown deutlich verändert.

(Foto: Sabine Gudath /imago images)

Fleisch, Obst und Gemüse waren im Frühjahr 2020 so teuer wie lange nicht mehr. Erst die gesenkte Mehrwertsteuer brachte eine Erholung - doch die Preise könnten wieder steigen.

Von Michael Kläsgen

Für Verbraucher klingt es zunächst nach einer guten Nachricht: Die Lebenshaltungskosten sind im vergangenen Jahr so wenig gestiegen wie seit 2016 nicht mehr, teilte das Bundesamt für Statistik am Dienstag mit. Und in diesen Kosten sind natürlich auch die Lebensmittelpreise enthalten. Die Inflationsrate aller Waren und Dienstleistungen in Deutschland lag 2020 im Durchschnitt nur bei plus 0,5 Prozent. Laut Statistischem Bundesamt sanken die Verbraucherpreise im November und Dezember sogar leicht. Grund dafür waren auch die im zweiten Halbjahr gesenkten Mehrwertsteuersätze von 19 auf 16 beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent. Nach einhelliger Meinung des Münchner Ifo-Instituts und anderen Ökonomen wurden diese im Wesentlichen von den Supermarktketten und Discountern in vollem Umfang an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben.

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