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Lebensmittel - Halle (Saale):Die "Kugel-Company": Halloren sieht Neuaufstellung beendet

Halle (dpa/sa) - Die Neuaufstellung von Halloren-Schokolade soll bis Jahresende beendet sein. "Wie wir uns organisiert haben, ist weitestgehend abgeschlossen", sagte Finanzvorstand Darren Ehlert am Montag. Nach derzeitigem Stand seien keine weiteren Konsequenzen für die Mitarbeiter geplant.

Der Süßwarenhersteller Halloren war vor einigen Jahren in die roten Zahlen geraten und hatte sich daraufhin einer drastischen Schrumpfkur unterzogen. Alle Töchter der Firma wurden nach Unternehmensangaben verkauft. Mitte 2016 arbeiteten für Halloren eigenen Angaben zufolge noch 720 Mitarbeiter. Jetzt seien es 200 bis 220, die Zahl schwanke aufgrund von Saisonkräften.

Die Chefs der Halloren-Schokoladenfabrik rechnen in diesem Jahr auch mit einer deutlichen Absatzsteigerung bei Halloren-Kugeln. Wenn die Herstellung bis zum Ende des Jahres wie erwartet weiterlaufe, gehe man davon aus, 14,5 Millionen Schachteln des Klassikers bis Jahresende zu verkaufen. Das seien grob eine halbe Million Schachteln mehr als im Vorjahr. Auch im Weihnachtsgeschäft sei die Halloren-Kugel das beste Produkt gewesen. "Wir sehen uns als die Kugel-Company", sagte der aus Nordamerika stammende Ehlert. Er führt die Firma seit diesem Sommer gemeinsam mit Ralf Wilfer.

Der Wirtschaftswissenschaftler Marko Sarstedt von der Universität Magdeburg sieht für Halloren im Schokoladenmarkt noch Platz für Halloren. Einerseits gebe es Marken wie Kinder oder Yogurette, die sich an ein junges Publikum richten, andererseits Hersteller wie Trumpf für eine ältere Zielgruppe. "Dazwischen ist relativ wenig positioniert", sagt der Marketing-Experte.

Zum Herbst hat Halloren ein neues Produkt in vier Sorten eingeführt, mit denen die Zielgruppe der Firma erweitert worden sei, sagte Ehlert. Zudem wolle man auf dem "Snacking-Markt" Erfolg haben. Die "Chocolate Bites" sind einzeln verpackte Schokoladenstücke, die unter anderem in den Geschmacksrichtungen "Salty Caramel" und "Peanut & Raspberry" verkauft werden. Bis Februar sollen Tests abgeschlossen sein, wie das neue Produkt beim Kunden ankommt. Bislang seien die Erwartungen übertroffen worden.

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