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Leben im Alter:Die gesamte Rente mit einem Klick

Die Bundesregierung möchte die Altersvorsorge transparent machen. Bald soll es eine allumfassende Rentenübersicht geben.

Über die Rente wird zwar viel geredet und gestritten in Deutschland. Auf Anhieb aber kann die Mehrheit der Deutschen vermutlich nicht auswendig aufsagen, welches Alterseinkommen sie später mal erwarten wird - von der gesetzlichen Rente über eine mögliche Betriebsrente oder Rente aus einem berufsständischen Versorgungswerk bis hin zur Riesterrente oder Kapitallebensversicherung. Das ist ein Problem, denn der mangelnde Überblick über die eigene Altersvorsorge schürt einerseits Ängste und führt andererseits dazu, das leidige Thema vor sich herzuschieben und zu vertagen - und am Ende nicht genug fürs Alter vorzusorgen.

In der Politik ist das alles bekannt. Eine allumfassende Rentenübersicht aber gibt es immer noch nicht, obwohl Experten das seit Jahren fordern. Nun aber kommt offenbar Bewegung in die Sache. Das Bundessozial- und das Bundesfinanzministerium haben ein Forschungsvorhaben in Auftrag gegeben. Das Ziel: Es sollen "konzeptionelle Grundlagen" geschaffen werden für eine "säulenübergreifende Altersvorsorgeinformation" - also eine, die sämtliche Rentenanwartschaften aus allen möglichen Quellen zusammenrechnet. Die Ergebnisse, das teilte das Sozialressort am Dienstag mit, würden bald veröffentlicht. Bis die Bürger sich aber wirklich mit einem Klick im Internet über ihr künftiges Alterseinkommen informieren können, müssten allerdings noch "eine Vielzahl von Fragen geklärt werden", hieß es, etwa in Sachen Datenschutz.

Die Sammelübersicht über die persönlichen Alterseinkünfte ist ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag. "Wir werden eine säulenübergreifende Renteninformation einführen", heißt es darin, "mit der Bürgerinnen und Bürger über ihre individuelle Absicherung im Alter Informationen aus allen drei Säulen erhalten und möglichen Handlungsbedarf erkennen können."

Bislang flattern die Informationen zu den potenziellen Versorgungsansprüchen im Alter noch alle einzeln ins Haus, und sie sind oft unterschiedlich aufbereitet, so dass der Überblick schwer fällt. Alles zusammenzufassen, ist dennoch kompliziert - schon alleine wegen der vielen Träger, Fonds und Versicherungen, die mitziehen müssen.

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